Piep ist weg! Teil II

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Piep ist verschwunden.

Am gestrigen Tag, dem 02.12. ist unser Piep nach einer Erkundungs Tour nicht mehr nach Hause gekommen.

Wir alle konnten in der Nacht nicht gut schlafen. Jeder von uns hat irgendwie wirres Zeug geträumt.

Nach dem Aufstehen gingen wir auch gleich raus und riefen ihn. Es blieb aber wieder vergebens.

Kein kleiner Piep war zu sehen.

Melina sagte am Frühstückstisch: Mir ist Piep im Traum begegnet. Er und seine Eltern flogen an mir vorbei.

Als die Kinder in der Schule waren, startete ich auf meinem WhatsApp und Facebook Status eine Suche nach Piep.

Dieses blieb auch erfolglos.

Das Blatt sollte sich aber bald wenden.

Wie Kinder halt so sind, erzählte Miriam auch in der Schule von dem Verschwinden unserer Wildgans.

Das kam dann auch einer Hortnerin zu Ohr. Sie setzte sich gleich mit Mandy, meiner Frau, in Verbindung, denn sie hatte gestern beim nach Hause gehen unseren Piep gesehen. Er stand bei Leuten, diese konnten sie sogar streicheln.

Ich weiss nicht wie Ihnen es jetzt geht, uns fiel ein Stein vom Herzen. Hoffnung machte sich breit, dass wir unseren Piep bald wieder haben sollten.

Gleich setzte ich mich ins Auto, um nach Zülichendorf zu fahren.

Vor einem Grundstück fand ich sogar eine Feder von Piep.

 Die Spur war heiß.

Mittlerweile hatte Miriam Schulschluss. Zusammen fuhren wir noch einemal alles ab, befragten Leute die wir trafen. Doch leider nichts zu erfahren.

Dann rief uns Mandy an, sie hatte die Adresse von den Leuten die Piep gesehen hatten. Dort fuhren wir  hin.

Sie standen schon vor ihrem Haus, die Hortnerin muss sie angerufen haben. So ganz glücklich sahen die beiden nicht aus.

Nach einem kurzen Gespräch verlangte ich unseren Pieper heraus. Verdutzt verwiess die Frau auf ein Stallgehege, in diesem sollte Piep sein.

Sie ging dort hin, Miriam hinterher. In dem Gehege waren noch andere Tiere. Miriam sah Federn von Piep vor einer weiteren Tür liegen. Dahinter war Piep eingesperrt.

Sie öffneten die Stalltüre. Miriam konnte nun unseren Piep in Empfang nehmen. Piep sah ziemlich mitgenommen aus.

Schnell kam Miri mit Piep im Arm zum Auto. Sie machten es sich im hinteren Laderaum des Autos bequem.

Ich bedankte mich noch bei der Frau, und ab nach Hause durch den Wald.

Miriam fing alsbad hinten im Auto an zu weinen an. Miri? Was ist denn?

Sie haben Piep Federn vom Flügel abgeschnitten.

Das hat man früher so gemacht, dass die Gänse oder Flugenten nicht weg fliegen konnten.

Nun war mir alles klar. Die Leute hatten sich gefreut, dass ihr Weihnachtsbraten vorbei kam. Stutzten Ihr die Flügel, dass sie nicht mehr nach Hause kommen konnte und warteten auf Weihnachten.

 PS: Trotzdem waren wir alle sehr Froh, dass unser Piep wieder bei uns war.

Im Frühjahr, nach der Mauser, wachsen die Federn wieder.

PSS: Der Hortnerin brachten wir am nächsten Tag, als Dankeschön, einen Blumenstrauß vorbei.

Sie war aber auch entsetzt, was diese Menschen mit Piep angestell hatten.

PSSS: Wir freuen uns sehr, Sie am kommenden Samstag begrüßen zu dürfen. Dann können Sie Piep sehen.